Eine heiße Nacht (FSK 18)

Was war nochmal genau der Grund warum sie hier gelandet war? In diesem doch sehr kalt scheinenden Schlafzimmer inmitten einer Junggesellenwohnung eines attraktiven Lehrers? fragte sie sich gerade, als sie wieder für einen kurzen Moment aus ihrem ekstatischen Zustand auftauchte. Ach ja, genau. Sie wollte mal wieder ausprobieren wie es sich anfühlt eine heiße Nacht mit betonter Gefühlsfreiheit zu verbringen. Er war gerade in die Küche gegangen um ihr ein Glas Wasser zu besorgen, da sie kurz vor dem Verdursten war.

Und so war Anna bei Dominic gelandet. Über eine bekannte Dating-App hatten die beiden sich erst am Nachmittag kennengelernt und kurz ein paar Texte miteinander ausgetauscht bis sie sich dazu entschied all ihren Mut zusammen zu fassen und auszusprechen was sie wirklich wollte: Spaß. Ohne Bindung, ohne Verbindlichkeit. Zunächst wirkte Dominic überrascht, suchte er doch nach einer festen Partnerschaft. „Hier???“ fragte sie sich insgeheim grinsend. Zunächst wollten sie sich für kommende Woche auf einen Kaffee verabreden, nun, da sie aber die Worte Spaß haben und unverbindlich ausgeschrieben hatte, kam eine schnelle Frage von ihm: „Hast du heute Abend schon was vor?“

Solange ihre Fantasien noch nicht real geworden waren hatte sie sich innigst gewünscht, dass ihr das passieren würde. Dass es ganz leicht wäre. Sobald Dominic aber die Frage gestellt hatte, wurde ihr ganz mulmig. Sie hatte Angst. Ist das nicht lächerlich? Eigentlich ist es doch ganz einfach: ich treffe mich mit ihm, wir quatschen eine Weile und wenn wir uns nicht attraktiv finden, gehe ich einfach wieder. Oder? Mit diesen Worten versuchte sie sich zu beruhigen und entspannte sich. Sie wünsche sich nichts sehnlicher, als die Nähe zu einem Mann zu spüren, seine Männlichkeit zu fühlen, die sie, wenn auch nur für eine kurze Weile ganz ausfüllte. Was aber, wenn seine Männlichkeit nicht so groß ist und der Sex am Ende enttäuschend ist?

Kurz vor dem vereinbarten Treffen atmete sie nochmal tief durch, gönnte sich eine ausgiebige Dusche, rasierte sich, zog die scharfe, schwarze Spitzenunterwäsche an und machte sich schön. Sie fühlte sich gut, weiblich. Es war aufregend. Sie kaufte die Katze im Sack.

Um 22 Uhr trafen sie sich vor einem mexikanischen Restaurant. In seinem Profil hatte er angegeben, dass er „ca. 1,80m“ groß sei. Ich liebe große Männer dachte sie sich. Als sie ihn am Eingang erspähte war sie überrascht: naja, vielleicht 1,75m groß. Aber er sah gut aus, wie auf seinem Profilfoto. Er hatte ein nettes Lächeln, umarmte sie gleich und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Seine dunkelbraunen Augen musterten sie. Sogleich begannen sie ein angenehmes Gespräch und ehe sie es sich versah saßen sie an einem Tisch und plauderten über dies und das. Man spürte genau, dass er sie kennenlernen wollte. Stellte alle möglichen Fragen zu ihren Hobbys und hörte aufmerksam zu, wenn sie antwortete. Nicht übel. Sie freute sich, dass das so gut klappte. Und hing an seinen weichen Lippen, wenn er sprach. Stellte sich vor wie es wäre von diesen Lippen geküsst und liebkost zu werden. Es war ganz egal, was er erzählte. Sie hörte schon beinahe nicht mehr zu. So, und was mache ich jetzt? Habe ich ernsthaft vor, diesem schönen Mann nach Hause zu folgen, eine Nacht mit ihm zu verbringen und ihn nie wieder zu sehen? Sie hatte zwar nicht das Gefühl, dass sie partnerschaftlich auf einer Wellenlänge liegen würden, aber sie kannte sich selbst nur zu gut: sie musste aufpassen, dass sie ihre Emotionen aus dem Spiel ließ.

Nach dem ersten Glas Wein fragte er sie, wie oft sie das schon gemacht habe. Lachend sagte Anna: das wirst du mir nie glauben. Noch nie! Schließlich wollte sie sich nach ihrer Trennung noch nicht gleich wieder auf eine Beziehung einlassen, doch anonymer Sex war bisher nie ihr Ding gewesen. Er lachte auch. Er auch noch nie. Sie spürte, dass er die Wahrheit sagte. Er war aufgeregt, zitterte. Das fand sie umso sympathischer.

Als sie das Restaurant verließen, ließ er seine Hand in ihre gleiten und küsste sie auf die Wange. Sie fühlte sich gut, begehrt. Er schaute sie lange an und lächelte. Irgendwie romantisch, stellte sie fest. Im Auto küsste er sie zuerst vorsichtig, dann fordernder. Sofort reagierte ihr Körper mit einem lustvollen Pochen. Ja, endlich. Und sie fühlte sich wirklich zu ihm hingezogen. Sie fuhren zu ihm, in die besagte Junggesellenwohnung. Nicht mal ein Bild hing an der Wand, alles in allem wirkte die Bude etwas kalt. Naja, ein Lehrer halt, dachte sie schmunzelnd. Auch die Lichter waren sehr grell und der Fernseher etwas zu klein geraten. Gar nicht so ihr Stil. Wenn es nach ihr gegangen wäre hätte sie sich gerne noch etwas mit ihm unterhalten und gemütlich einen Wein getrunken. Er hatte aber nur (Heil-)Wasser im Haus. Und seine Leidenschaft konnte er auch nicht verbergen. Sie küssten sich innig, langsam zunächst bis die Küsse immer fordernder wurden. Sie spürte wie eine Hitzewelle in ihr aufstieg und ganz von ihr Besitz einnahm. „Kannst du etwas für mich tun?“ fragte sie ihn. Schließlich würde sie heute Nacht einige ihrer Fantasien ausleben können. Er bestätigte das auch und meinte, er würde heute Nacht alles für sie tun. Mit einem innerlichen Seufzer bat sie ihn darum, sie gegen die Wand zu drücken und so lange zu küssen bis sie keine Luft mehr bekam. Ihr wurde schwindelig. Er war heiß. Er war fordernd. Und leidenschaftlich. Genau das was sie jetzt brauchte.

Sie landeten in seinem Bett, zogen sich gegenseitig aus und er flüsterte ihr seine Fantasien ins Ohr. Ihr wurde noch heißer. Und als sie seine Hose gekonnt und mit geschlossenen Augen öffnete um seinen Schwanz zu befreien wurde ihr ganz anders. Obwohl Dominic ein eher schmächtiger Typ war, hatte er in der Hose wirklich nichts zu verbergen. Er war riesig. Und steinhart. Sie stöhnte lustvoll auf, nahm ihn in die Hand und drückte leicht zu. Diese Härte in ihrer Hand fühlte sich so gut an, so männlich. Sie kniete vor ihm nieder und fing an seine Eichel zu lecken und seinen Schwanz mit der Zunge zu bearbeiten bis sie ihn schließlich in ihre Kehle gleiten ließ. Sie schaffte beinahe, ihn ganz zu schlucken. Das machte ihn verrückt. Sein Feuer war entfacht. Nachdem er ihr sie sanft geleckt hatte und ihr seine Finger hatte in sie hinein gleiten lassen, konnte sie nicht mehr. „Ich will dich, jetzt!“ Und zog ihn mit voller Kraft zu sich. Das Ganze hatte etwas Wildes, Animalisches. Sie liebte es. Er zog sich schnell ein Kondom über, drang langsam, ganz langsam in sie ein und füllte sie komplett aus. Sie stöhnte. Was für ein wunderbares Gefühl, so ausgefüllt zu sein. Sie fühlte sich vollständig.

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Lange bewegten sie sich rhythmisch, langsam, dann wieder schneller. Er drang tief in sie ein und auf ihr Bitten hin hielt er sie an den Haaren fest, als seine Stöße immer schneller wurden. Es kommt sehr wohl auf die Größe an dachte sie noch kurz als sie vollkommen in Ekstase verfiel und nichts mehr wahrzunehmen schien. Eine gefühlte Ewigkeit dauerte ihr, sie versuchte es „Liebesspiel“ zu nennen, aber es war der pure Sex. Keine Liebe. Nur Respekt füreinander. Er sagte ihr immer wieder wie geil sie sei und dass sie einen wunderschönen Körper habe. Sie kamen fast gemeinsam zum Orgasmus und danach ließen sie sich eng umschlungen ins Bett fallen. Ihr ganzer Körper kribbelte. Er übersäte sie mit Küssen.

Moment, was war das denn? Als sie wieder einigermaßen klar denken konnte bemerkte sie, dass etwas nicht ganz richtig lief. Kuscheln, küssen? Komplimente? Irgendwie schlich sich ein mulmiges Gefühl ein. Nur nicht zu weit gehen, flüsterte ihre Vorsicht. Achte auf deine Gefühle. Nach einer kurzen Pause wollte sie mehr, wollte ihn nochmal spüren. Und sie schliefen ein zweites Mal miteinander, nicht weniger leidenschaftlich.

Danach war ihr klar, sie musste hier weg. Dominic fing an mit ihr zu plaudern, als ob sie ein frisch verliebtes Pärchen wären. Stellte Fragen, erzählte von sich und strahlte dabei. Sie hatte beinahe ein schlechtes Gewissen. Er betonte mehrmals, dass alles gut wäre, sie hätten ja eine Abmachung. Und er fing wieder an zu erzählen. Den Moment als er in die Junggesellenküche lief um ihr ein Glas Wasser zu besorgen, nutzte sie. Sie zog sich langsam an. „Ich werde jetzt gehen.“ sagte sie. Ein bisschen traurig schaute er drein. Ein echt toller Kerl, doch wir würden nicht zusammen passen. Er begleitete sie noch an ihr Auto, gab ihr einen Abschiedskuss und sagte: „Es war ein wundervoller Abend! Ich danke dir.“ Und da steig sie in ihr Auto und fuhr nach Hause.

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